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Computer tot nach Software Update
Neulich war es mal wieder so weit: Ich dachte mir, versuchst du doch mal wieder einen Umtieg auf Linux (zum gefühlten 20sten mal). Ist ja auch viel cooler als Windows. Also erstmal auf eine zweite Partition Ubuntu installiert, damals noch den mutigen Gibbon. Und siehe da, es hat sich wirklich einiges getan. Ohne mit dem Texteditor in irgendwelchen Konfigurationsdateien herum zu werkeln, ließ sich das Linux nicht nur installieren, sonder auch vernünftig benutzen. Genauso wie ein Klicki-Bunti-benutzer wie ich das möchte. Da hatte ich mit meinen früheren Anläufen sehr viel schlechtere Erfahrungen gemacht. Das System lief dann auch einige Wochen lang mehr oder weniger problemlos. Das heißt, nicht völlig ohne Probleme, aber immer nur mit solchen, die nach etwas Tüfteln zu lösen sind, und die einen anschließend mit dem Gefühl zurücklassen, man hätte etwas geleistet. Irgendwann kam dann die nächste Version raus, der kühne Reiher. Da sollte alles noch einfacher und benutzerfreundlich werden. Also habe einfach das Software Update ausgeführt. Und was geschieht? Zuerst nichts, der Computer fuhr ganz normal hoch, ich konnte mich anmelden. Doch dann fehlte auf dem Desktop plötzlich alles. Es gab nichts, das ich hätte anklicken können. Erst dachte ich, aha, noch ein Problem, aus dem man mit gestärktem Selbstvertrauen hervorgeht. Aber selbst nach langem Suchen im Internet (über mein Windows, das ich glücklicherweise nicht gelöscht hatte), fand ich keine Lösung. Der Reiher gab keinen Mucks mehr von sich. Seit dem liegt er nutzlos auf meiner Platte. Und die Moral: Man traue keinem Software Update nicht!
